Mit Medizintechnik von Berlin aus in die Welt

Mittelständler MAICO ist gut gewappnet für die Zukunft

Unser Team sprach mit dem neuem Präsidenten von MAICO Diagnostics, Andreas Kurzbuch, über die Herausforderungen der Digitalisierung und einer globalisierten Welt für die Medizintechnik und einen mittelständischen Herstleler von Hörtestgeräten.

Herr Kurzbuch, MAICO Diagnostics ist ein mittelständisches Unternehmen, das von Deutschland aus global agiert. Welche Herausforderungen sind aus Ihrer Sicht derzeit entscheidend für uns von MAICO?

Andreas Kurzbuch: Die Branche ist wie die gesamte Wirtschaft im Wandel. Besonders die letzten 5 Jahre hat sich sehr viel getan: Cloud-Lösungen, Tracking von Gesundheitsdaten und ein enormer Anstieg bei PC-basierten Hörtestgeräten sind nur einige Schlagworte.

Ein modernes Hörtestgerät kann heute auf 100 verschiedene Arten konfiguriert werden, von verschiedenen Testvarianten über die Nutzung in zahlreichen Sprachen bis hin zum Datenmanagement. Innovation, Agilität, aber eben auch Qualität und Verlässlichkeit sind Schlüsselfaktoren unseres Erfolgs.

Und wie gestalten Sie die globale Zusammenarbeit mit Ihren Händlern vor Ort erfolgreich?

Wir arbeiten mit einem weltweiten Netzwerk von Distributoren. Viele unserer lokalen Partner vor Ort kommen ursprünglich aus Bereichen wie Service und Technik. Wir von MAICO sind im Bereich „Verkauf von Hördiagnostik“ in der Rolle des Coaches.

So unterstützen wir unsere Partner vor Ort auch bei Themen wie Markenwahrnehmung und Sales. Wir setzen Standards und Akzente, um unsere Partner im Kontakt zum Endkunden, zum Beispiel HNO-Ärzten und Kliniken, optimal zu begleiten.


Herr Kurzbuch, Sie selbst sind ja seit 14 Jahren bei MAICO Diagnostics. In den letzten 5 Jahren haben Sie erfolgreich MAICO als Geschäftsführer im Team mit Norbert Böttcher geführt. Jetzt sind Sie selbst zum neuen Präsidenten von MAICO aufgestiegen. Herzlichen Glückwunsch!

Vielen Dank! MAICO ist eine Herzensangelegenheit für mich. Daher freue ich mich besonders das Steuer zu übernehmen. Und das jetzt gemeinsam mit unserer neuen Geschäftsführerin Larissa Wölfle.


Mit Ihrer langjährigen Erfahrung betrachtet: Hat sich das Geschäft durch die Digitalisierung verändert?

Und ob! Die Digitalisierung brachte für uns als Medizintechnikhersteller enorme Veränderungen mit sich. Durch sie entwickeln wir bei MAICO uns auch immer weiter vom Gerätehersteller hin zum Softwareanbieter.

Auch in der Entwicklung digitaler Vertriebswege und weiterer Innovationen sind wir gefordert. Wir wollen die Nummer 1 sein, das ist unser Anspruch an uns selbst.

Wie sehen Sie die Branche und besonders MAICO Diagnostics gewappnet für die Zukunft?

Die gesamte Medizintechnik ist wie gesagt, stark im Wandel durch Digitalisierung und Globalisierung. Wir sind Teil der Demant Group, gemeinsam mit unseren Schwesterfirmen sind wir Marktführer. Zugleich genießen wir als Profit Center aber auch die Freiheit, sehr agil zu arbeiten und eigene Akzente zu setzen. So sind wir besonders im Bereich Hörscreening für Neugeborene sehr stark. Insgesamt sind wir bei MAICO sehr gut gewappnet für die Zukunft.

Zugleich sind wir aber auch stetig gefordert: Change Management ist hier ein großes Thema.

Und ganz klar: Wenn wir in der Welt erstklassig sein wollen, müssen wir hier vor Ort in Berlin die Nummer Eins sein. Und das geht nur mit erstklassigen Leuten. Diese erstklassigen Leute haben wir und die wollen wir halten. Mitarbeiterbindung ist entscheidend für den Erfolg, besonders bei kleinen und mittelständischen Unternehmen.